Das Baskenland macht sein eigenes Ding. Zwischen Industriecharme, Atlantikwellen und Pintxos-Kultur trifft hier ziemlich viel gleichzeitig aufeinander.
Bilbao – Stahl, Altstadt und ganz viel Charakter
Bilbao war für uns bereits der zweite Besuch. Und das spricht eigentlich schon für die Stadt.
Natürlich zieht das Guggenheim Museum Bilbao immer noch alle Blicke auf sich. Dieses Gebäude sieht selbst heute noch aus, als wäre ein Raumschiff mitten in der Stadt gelandet. Großartig. Wieder.
Diesmal lag unser Fokus aber stärker auf der Altstadt. Kleine Gassen, volle Plätze, Bars an jeder Ecke und dieses typisch baskische Lebensgefühl zwischen entspannt und komplett lebendig. Wir lieben Pintxos – die baskische Tapas-Variante.
Unser eigentliches Highlight lag allerdings etwas außerhalb: die Vizcaya Bridge – UNESCO-Weltkulturerbe und vermutlich die spektakulärste Eisenbrücke, die man spontan nicht auf dem Zettel hat.
Wir sind mit dem Rad hingefahren, immer entlang des Flusses Richtung Stadtrand. Der perfekte Ausflug: erst urbanes Bilbao, dann plötzlich Industriegeschichte in riesig. Die Brücke selbst wirkt wie ein überdimensionales Stahlgerüst aus einer anderen Zeit – und funktioniert bis heute.
Randnotiz: Bei der Rückfahrt sind wir in eine ausgelassene Aufstiegsfeier eines lokalen Fußballvereins geraten. Auftstieg in die 4. Regionalklasse. Was für ein Fest. Und als die Fußballhelden erfuhren, dass wir aus München kommen, wurden wir unmittelbar als „Sachverständige“ interviewt ;).
Zarautz – Surfer-Vibes über dem Atlantik
Manchmal reicht ein Campingplatz mit perfekter Lage, um einen Ort sofort zu mögen. Genau so war es bei Zarautz. Hoch oben an der Küste gelegen, mit weitem Blick über den Atlantik, lag unser Stellplatz direkt zwischen grünen Hügeln, Golfplatz und Meer. Klingt gut? War es auch.
Der Weg runter zum Strand hatte allerdings seinen kleinen Haken: rund 400 Stufen. Vor uns lag ein endlos wirkender Strand, breite Wellen und diese typisch entspannte Surfer-Atmosphäre, die sofort Urlaubsgefühl auslöst.
Direkt am Wasser verläuft ein langer Holzsteg entlang der Küste – perfekt zum Spazieren, Leute beobachten oder einfach nur, um mit Meeresrauschen im Ohr Richtung Ortszentrum zu schlendern. Links der gepflegte Golfplatz, rechts die Kite-Surfer im Wasser, dazwischen Cafés, kleine Bars und entspannte Baskenland-Vibes.
Besonders gefallen hat uns die Mischung aus sportlich, jung und unkompliziert. Auf dem Campingplatz selbst trafen sich vor allem aktive Reisende: Surfer, Vanlife-Fans, Familien und Roadtrip-Leute aus ganz Europa. Alles wirkte locker, lebendig und trotzdem angenehm entspannt.
Zarautz ist nicht der klassische Postkartenort des Baskenlands. Für alle, die Meer, Bewegung und lockere Atmosphäre mögen, definitiv ein richtig guter Stop an Spaniens Nordküste.
