Litauen, du überraschst uns.
Schon bei der Einreise spüren wir: Hier ist viel Raum. Viel Ruhe. Viel Natur. Grüne Weite, endlose Kiefernwälder, dazwischen Seen, Dörfer, Landluft.
Unsere erste Station heißt Birstonas – und wir hätten es nicht besser treffen können.
Der Naturcampingplatz am Rande der Kurstadt liegt malerisch:
eine große Wiese direkt am See, eingerahmt vom hohen Kiefernbestand.
Pflegezustand: top. Atmosphäre: entspannt.
Ein kleines, sehr charmantes Restaurant sorgt für das kulinarische Extra: Am Samstagabend gibt’s typisch litauischen Beef Stew, am Sonntagmorgen Waffeln & Pancakes, frisch gebacken, draußen serviert.
Dazu ein herzliches, junges Team, das diesen Ort mit ganz viel Liebe führt.
Nach einem langen Frühstück und einem Spaziergang durch den angrenzenden Wald machen wir uns zu Fuß auf den Weg ins Städtchen Birstonas.
Der Weg führt entlang der beeindruckend breiten Memel (litauisch: Nemunas), flankiert von gepflegten Grünflächen und jahrhundertealten Bäumen.
Birstonas selbst ist klein – gut 3.000 Einwohner – aber fein. Die Kurstadt blickt auf eine lange Tradition zurück: Schon im 19. Jahrhundert kamen Adelige und Städter hierher zur Erholung.
Heute ist Birstonas bekannt für seine Mineralquellen, die heilsamen Trinkkuren und die klare Luft.
Moderne Sanatorien und Wellnesszentren stehen neben alten Villen im Holzstil. Überhaupt hat uns die Vielfalt der Architektur positiv überrascht.
Und obwohl Kurorte ja oft etwas verstaubt wirken – Birstonas nicht. Hier mischt sich das Klassische mit dem Zeitgenössischen: Skulpturen im Park, moderne Architektur, entspannte Spaziergänger, freundliche Gesichter. Selbstverständlich haben auch wir den „Yytauto Jurgio Meskos parkas“ – eine Inhalationsort aus Reet gebaut.
Man merkt: Die Menschen hier wissen, dass sie an einem schönen Ort leben.
Ein Highlight: An der schönen, sehr auffälligen Antonius-von-Padua-Kirche (katholische, neogotische Kirche) vorbeikommend, wo gerade eine Taufe stattfand, lud uns der Pfarrer in seine Kirche zu einer Besichtigung ein.
Nicht nur uns, ganz selbstverständlich durfte auch Floki sich die schöne Kirche von innen ansehen. Sehr besonders :)!
Fazit:
Birstonas ist kein Hotspot, kein Ort mit lauter Postkartenmotiven.
Aber einer, der erdet und leise beeindruckt.
Ein perfekter Auftakt für unsere Zeit in Litauen. Wir sind sehr gespannt auf das was noch kommt. Wir freuen uns sehr.

