Cold Hawaii – wo Jütland auf Welle macht

Wind um die Nase, Sand zwischen den Zähnen und gefühlt mehr Surfbretter als Autos: Willkommen in Cold Hawaii! Die raue Westküste Jütlands hat uns mit ihrer Mischung aus Natur, Wellen und ziemlich lässigem Küstenleben begeistert.

Klitmøller – Hawaii, nur mit Wollmütze

Unser Zuhause für ein paar Tage: der lässige (und sehr volle) Campingplatz Nystrup Camping Klitmøller, mitten in einer Dünenlandschaft und nur einen Katzensprung vom berühmten Surfspot entfernt.

Klitmøller war früher ein kleines Fischerdorf und verdankt seinen Namen den Mühlen, die hier einst an der Klitmøller Å standen. Heute ist vom verschlafenen Fischerort nicht mehr allzu viel zu spüren: Stattdessen bestimmen Surfer, Kitesurfer, Neoprenanzüge und lässige Cafés das Bild.

Und warum Cold Hawaii? Weil die Wind- und Wellenbedingungen hier erstaunlich gute Surfbedingungen schaffen – nur eben mit deutlich weniger Palmen und deutlich mehr Neopren. Der Name wurde zunächst mit Klitmøller verbunden und bezeichnet heute die Küstenregion zwischen Agger und Hanstholm.

In den 1980er-Jahren entdeckten Surfer die besonderen Bedingungen und so wurde das ehemalige Fischerdorf zu einem der bekanntesten Surfspots Nordeuropas.

By the way: vor einigen Jahren haben wir Tarifa in Andalusien entdeckt. DER Surfspot in Südeuropa – definitiv bleibt dieser unsere No 1. 😉 

Bovbjerg Fyr – Rot gegen Grau

Weiter südlich dann ein ganz anderes, aber nicht weniger spektakuläres Küsten-Erlebnis: Bovbjerg Fyr bei Ferring.

Der rote Leuchtturm steht hoch über der Nordsee auf der imposanten Bovbjerg-Klippe, die rund 41 Meter über dem Meer aufragt. Die Landschaft hier ist ein eindrucksvolles Ergebnis der Eiszeit – und die Küste zeigt sehr deutlich, wer hier langfristig das Sagen hat: das Meer.

Wind, Wellen, Steilküste und dieser knallrote Leuchtturm – mehr Westküste geht eigentlich nicht.

Unser Fazit: Cold Hawaii hat definitiv keine tropischen Temperaturen. Aber dafür jede Menge Charakter. 🌊🇩🇰

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