Zwischen Jütland und Seeland liegt Fyn – oft nur die Insel, über die man „mal eben“ fährt. Fyn (Fünen) überzeugt mit charmanten kleinen Hafenstädten, Hügellandschaften, viel Wasser und einer wohltuenden Gelassenheit.
Unser erstes Ziel in Dänemark ist eben diese Insel Fyn. Mit rund 3.100 km² ist Fyn (deutsch: Fünen) nach Seeland und Vendsyssel-Thy die drittgrößte Insel Dänemarks. Sie liegt mitten zwischen Jütland und Seeland und verbindet beide Landesteile über die Kleine-Belt- und Große-Belt-Verbindung. Rund 470.000 Menschen leben auf der Insel, deren größte Stadt Odense als Geburtsort des Märchendichters Hans Christian Andersen weltbekannt ist.
Fyn gilt als das grüne Herz Dänemarks – geprägt von sanften Hügeln, Obstplantagen, Herrenhäusern, kleinen Hafenorten und einer Küstenlinie von über 1.100 Kilometern. Die Insel verbindet Natur, Geschichte und maritime Lebensart.
Unser längster Aufenthalt führt uns direkt nach Faaborg, einem kleinen Hafenstädtchen an der Südküste. Ein bezauberndes Städtchen, mit liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser, kleinen Gassen, netten Läden und Restaurants.
Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten gehören der historische Glockenturm, das Wahrzeichen Faaborgs, die gut erhaltene Altstadt sowie die lebendige Hafenpromenade. Von hier starten auch Fähren in den Südfünischen Inselarchipel – eines der schönsten Segelreviere Dänemarks. Wer einfach nur am Wasser sitzt und den Booten zusieht, versteht schnell, warum die Dänen ihre Küste so lieben.
Wir hatten einen einfachen, aber sehr gechillten Stellplatz direkt am Hafen, 10 Minuten fußläufig zu einer hervorragenden Bäckerei, wo wir uns allmorgendlich mit superleckeren Zimt- und Kardamom-Gebäckstücken versorgt haben.
Ach ja: von den besonderen Rosenstöcken habe ich mir Samen besorgt. Mal sehen ob diese auf meiner Terrasse im kommenden Jahr gedeihen werden.
Nyborg - Geschichte trifft Meeresbrise
Nyborg zählt zu den ältesten Städten Dänemarks und war im Mittelalter zeitweise sogar die erste Hauptstadt des Landes. Wahrzeichen der Stadt ist das Schloss Nyborg, das über Jahrhunderte königliche Residenz und Schauplatz wichtiger Reichsversammlungen war. Sehenswert sind außerdem die Festungsanlagen und der kleine Yachthafen. Während unseres Aufenthalts wurden die Festungsanlagen renoviert, somit haben wir es uns am Yachthafen gemütlich gemacht und von einem eigenen hübschen Segelschiff geträumt.
Und da es an dem Tag besonders heiß war, hat Andy sich eine ganz besondere Verschattungs-Lösung für’s Womo überlegt.
Heute ist Nyborg vor allem als Tor zur Großen-Belt-Brücke bekannt – einem der bedeutendsten Verkehrswege Dänemarks. Dazu gibts in einem anderen Blogbeitrag ein paar wissenswerte Infos.
Für uns gab es allerdings noch einen weiteren Grund, in der Nähe von Nyborg einen Stopp einzulegen: das traditionsreiche Bryggeriet Refsvindinge. Die kleine Familienbrauerei braut bereits seit 1885 Bier und gehört heute zu den bekanntesten unabhängigen Brauereien Dänemarks.
Berühmt wurde sie durch ihr Ale No. 16, das 1997 zum besten Bier Dänemarks gekürt wurde und wenige Jahre später sogar den dritten Platz bei einer internationalen Weltmeisterschaft erreichte. Bryggeriet Refsvindinge
Für uns war der Besuch natürlich Pflicht. Zwischen Sudkesseln, Bierkisten und echter Brauereiatmosphäre schmeckt ein frisch gezapftes Ale einfach noch einmal besser. Wir haben ordentlich eingekauft für befreundete Bierliebhaber in der Heimat und für den Eigenbedarf. PROST 🍺
Ach ja: zum Abschied bekamen wir noch zwei gekühlte Flaschen Ale No. 16 für die Fahrt geschenkt. Klar, als würden wir während der Fahrt und so… 😉

