Wer wusste, dass hinter einem unserer täglichen Handy-Symbole ein kampfeslustiger Wikinger-König steckt?
Vom Wikinger-König zum Technik-Paten
Harald Blåtand, bei uns Harald Blauzahn, war im 10. Jahrhundert König von Dänemark und zeitweise auch von Norwegen. Er wollte sein Reich vereinen, baute gewaltige Befestigungsanlagen und ließ sich – ganz nebenbei – auch noch taufen.
Eine davon war Fyrkat, eine der großen Ringburgen, die unter seiner Herrschaft entstanden. Die Anlage ist erstaunlich präzise geplant: ein nahezu perfekter Kreis, vier Tore in den Himmelsrichtungen und symmetrisch angeordnete Langhäuser. Das war weniger gemütliches Wikingerdorf als militärisches Machtzentrum – Harald meinte es offenbar ernst mit der Ordnung.
Sein Ende war allerdings weniger königlich: Sein Sohn Sven Gabelbart rebellierte gegen ihn. Harald wurde auf der Flucht verwundet und starb vermutlich um 986. Familienfrieden sieht anders aus.
Und dann kam Bluetooth …
Jetzt wird es richtig kurios: Bluetooth ist tatsächlich nach Harald Blauzahn benannt.
In den 1990er-Jahren suchten Entwickler von Ericsson, Intel und Nokia einen Namen für eine neue Technik, mit der unterschiedliche Geräte miteinander kommunizieren sollten. Harald passte perfekt: Er hatte einst Dänemark und Teile Skandinaviens miteinander verbunden – Bluetooth sollte Geräte verbinden.
Und auch das kleine Bluetooth-Symbol ist eine Wikinger-Hommage: Es kombiniert die Runen für H und B – die Initialen von Harald Blåtand.
Damit ist klar: Wenn heute Handy, Lautsprecher und Kopfhörer miteinander „reden“, ist irgendwie immer noch ein Wikinger im Spiel.
Harald Blauzahn – 1.000 Jahre später immer noch bestens vernetzt. 😄

