Galizien zeigt sich bei uns von seiner abwechslungsreichen Seite: viel Natur, viel Atlantik – und hier und da ein Ort, der nicht ganz mit der Umgebung mithalten kann.
Fischerort Foz – Lage top, Optik… ausbaufähig
Unser Stopp in Foz war erstmal ein Volltreffer. Foz Camping: perfekt gelegen, entspannt, und direkt am Meer. Von dort führt ein langer gepflasterter Küstenweg immer am Atlantik entlang – einer dieser Wege, bei denen man automatisch langsamer wird, weil links die Wellen rollen und rechts immer wieder kleine Traumstrände auftauchen.
Und dann ist da noch der Ort selbst. Foz hätte eigentlich alles: Lage, Geschichte als Fischerort, Meerblick deluxe. Doch leider hat man hier irgendwann beschlossen, dass Beton das neue Schwarz ist. Hochgezogene Appartementhäuser aus den 70ern und 90ern dominieren das Bild – viele davon nur im Hochsommer belegt. Was bleibt, ist ein Ort, der sein Gesicht ein Stück weit verloren hat. Ziemlich schade, wenn man sieht, welches Potenzial hier schlummert.
Dennoch, der Küstenweg und die Playas bleiben uns in bester Erinnerung.
Weiterziehen lohnt sich – Richtung Naturwunder
Also: Motor an, knapp 30 Kilometer weiter. Freistehen mit Meerblick, Wellenrauschen inklusive – und die Vorfreude auf das eigentliche Highlight steigt: Praia das Catedrais.
Der Tipp, den wir bekommen haben, war Gold wert: unbedingt bei Ebbe UND bei Flut kommen. Und ja – genau so sollte man es machen.
Playa de las Catedrales – Natur, die Architektur schlägt
Bei Flut: Wellen schlagen gegen die Felsformationen, Bögen und Höhlen wirken wie uneinnehmbare Festungen. Immer wieder faszinierend zu beobachten.
Aber bei Ebbe? Komplett andere Liga.
Dann öffnet sich der Strand – und man läuft mitten durch das, was aussieht wie eine gotische Kathedrale aus Stein. Riesige Felsbögen, gewaltige Formationen, filigrane Strukturen – als hätte sich hier ein Architekt ausgetobt, nur eben vor ein paar Millionen Jahren der Atlantik.
Der Spaziergang unten durch die Felswände: einfach nur wow. Jeder Blick ein neues Motiv, jeder Schritt ein kleines Staunen. Klar, wir waren nicht allein – bei Sonnenschein zieht dieser Ort Menschen an wie ein Magnet. (Zur Hochsaison braucht man übrigens Zeitfenster-Tickets.) Aber selbst mit vielen Besuchern verliert dieser Ort nichts von seiner Wirkung.
Fazit – Galizien kann Küste
Die galizische Küste hat uns mehr als überzeugt. Sie ist wild, ehrlich und voller Kontraste. Und der Playa de las Catedrales?
Definitiv ein Ort, der bleibt. Im Kopf, im Herzen – und ziemlich sicher auch im Reiseblog ganz weit oben.

