Erster Stopp: Rozynsk, ein kleines Dorf direkt an der masurischen Seenplatte. Der Campingplatz war einfach, aber gepflegt, mit einem Stellplatz für unseren Camper direkt am Seeufer – ein perfekter Ort für ein paar entspannte Tage mit Sonne und SUP.
Geplant waren drei Nächte, geworden sind es am Ende zwei. Floki hatte leider Magenprobleme, sodass wir die Rückreise früher fortgesetzt haben. Den nächstgelegenen Maxi Zoo (Fressnapf) fanden wir leider erst 150 km westlich der Masuren, wo wir zum Glück bestes Diätfutter für die nächsten Tage besorgen konnten.
Auch wenn der Aufenthalt kürzer ausfiel als geplant – die Masuren sind sehenswert. Die Weite und das klare Wasser begeistern.
Zweiter Stopp: Toruń – Stadt der Backsteingotik und des Lebkuchens
Von den Masuren aus ging es für uns weiter nach Toruń, die Heimatstadt von Nikolaus Kopernikus. Unser Stellplatz lag sehr zentral, direkt bei einem Hotel – so konnten wir die Altstadt bequem zu Fuß erkunden.
Die Altstadt von Toruń, seit 1997 UNESCO-Weltkulturerbe, beeindruckt mit ihren vielen sehr gut erhaltenen Backstein-Gotikbauten. Weltberühmt ist Toruń für seine Lebkuchen – in allen Variationen und Geschmacksrichtungen. Es gibt ein Lebkuchen-Museum und eine Lebkuchen-Bäckerei, in der Besucher ihre eigenen Plätzchen herstellen können. Sogar ein Lebkuchen-Bier gibt es – das haben wir ausgelassen.
Natürlich darf auch Nikolaus Kopernikus nicht fehlen: Sein Denkmal thront mitten in der Stadt, und zahlreiche Orte erinnern an den großen Astronomen. So blieb Toruń für uns eine Stadt zwischen Geschichte, Genuss und einem Hauch Mittelalter – auch wenn der berühmte „Funke“ diesmal nicht ganz übergesprungen ist.
Dritter Stopp: Posen – Renaissanceflair und ein Platz zum Verweilen
Unser letzter Halt auf der Rückreise durch Polen führte uns nach Posen (Poznań). Die Stadt hat uns sofort verzaubert, auch wenn wir nur einen Nachmittag Zeit hatten.
Das Herzstück der Stadt ist der Altmarkt (Stary Rynek), mit einer der schönsten Plätze Polens. Farbenfrohe Häuser mit ihren schmalen, reich verzierten Fassaden rahmen den Platz ein und verleihen ihm fast ein märchenhaftes Flair.
Besonders eindrucksvoll ist das Rathaus im Renaissance-Stil, das als eines der schönsten nördlich der Alpen gilt. Ursprünglich im 13. Jahrhundert errichtet, wurde es im 16. Jahrhundert vom italienischen Architekten Giovanni Battista Quadro zu einem wahren Schmuckstück der Renaissance umgestaltet. Sein prächtiger Arkadenvorbau, die detailreichen Fassaden und der markante Uhrturm ziehen sofort die Blicke auf sich.
Berühmt ist das Rathaus für sein Ziegen-Schauspiel: Täglich mehrmals erscheinen zwei mechanische Ziegenböcke aus dem Turm und stoßen mit den Hörnern gegeneinander – eine Tradition, die bis ins 16. Jahrhundert zurückgeht.
Wir gönnten uns einen späten Lunch in einem der Restaurants rund um den Platz – mit direktem Blick auf das beeindruckende Rathaus. Bei sehr gutem Essen, einem polnischen Bier und der lebendigen Atmosphäre des Platzes war es einer jener Momente, in denen man das Reisen in vollen Zügen genießt.
Posen hat uns überrascht und begeistert – eine Stadt, in die wir definitiv als Reiseziel empfehlen können.
