Von Klaipėda nach Dreverna – Ostseestadt trifft litauisches Landleben

Klaipėda kurz gestreift, in Dreverna gelandet – und dort echtes litauisches Leben erlebt. Zwischen Hafenstadt-Flair, Blick auf die Kurische Nehrung und einer Folklore-Überraschung.

Unser Weg führte uns weiter nach Klaipėda, der drittgrößten Stadt Litauens. Einst deutsche Hansestadt unter dem Namen Memel, ist sie heute Litauens wichtigster Hafen und das Tor zur Ostsee. Die Innenstadt ist vergleichsweise klein – mit Kopfsteinpflaster, Fachwerkhäusern, Restaurants, kleinen Cafés und dem bekannten Ännchen-von-Tharau-Denkmal am historischen Theaterplatz. Wir verbrachten einen entspannten Tag in dieser Stadt, für viele das „Tor“ zur Kurischen Nehrung. Für uns war es nur ein kurzer Aufenthalt, ein Tagesstopp, bevor wir am späten Nachmittag weiterzogen. Jedoch nicht ohne bevor wir in einem schönen Restaurant gute lettische Küche genießen konnten. 

Unser eigentliches Ziel lag nämlich ein Stück weiter südlich: das kleine Örtchen Dreverna, direkt am Haff gegenüber der Kurischen Nehrung. Hier erwartete uns ein Glücksgriff von Stellplatz: ein kleines, sehr gepflegtes Gelände, früher Standort eines Schiffsbauers. Heute kann man dort herrlich entspannt campieren – maximal fünf Camper finden dort Platz – kleine Wanderungen machen und den Blick über das Wasser zur Nehrung schweifen lassen.

Besonders schön: Auf dem Gelände befindet sich ein kleines Heimatmuseum, das die Geschichte des Ortes und des Schiffbaus zeigt. Und wir hatten echtes Glück – am Sonntag kamen Gäste aus Vilnius, und für sie (und uns) wurde eine litauische Folkloreveranstaltung mit Musik, Tanz und Trachten aufgeführt. Statt Zuschauer von außen waren wir mittendrin, in der ersten Reihe sozusagen. Ein wunderbar authentischer Moment.

Am nächsten Tag war ein Ausflug auf die Kurische Nehrung geplant, auf den wir uns besonders freuten. Es war dann auch ein besonderes Erlebnis, etwas anders als geplant, dazu mehr im nächsten Beitrag. Bleibt dran :).

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