Nach Łeba ging’s weiter auf die Halbinsel Hel, eine der faszinierendsten Landformen an der polnischen Ostseeküste. Genauer gesagt: eine Nehrung, also ein schmaler, sandiger Landstreifen, der durch Strömungen und Sedimentansammlungen über viele Jahrhunderte entstanden ist.
Die Halbinsel ist rund 35 Kilometer lang, an der schmalsten Stelle gerade mal 100 Meter, an der breitesten etwa 3 Kilometer breit – und trennt die offene Ostsee vom ruhigeren Putziger Wiek (Zatoka Pucka), einem Teil der Danziger Bucht.
Kaum zu glauben: Auf diesem schmalen Streifen Sand leben das ganze Jahr über Menschen, es gibt Straßen, Bahnen, Schulen, Campingplätze, Läden, Kirchen, Fischrestaurants – und ganz viel Wind.
Genau der macht diese Nehrung zum Hotspot für Wassersportler:
Ob Kite-Surfer, Windsurfer, Stand-up-Profi-Paddler oder Segler – die Bedingungen sind top, und das Publikum entsprechend international.
Der Kontrast ist beeindruckend: auf der einen Seite Wellen und offene See, auf der anderen ruhiges Haff und flache Uferzonen – dazwischen Fichtenwälder, Sanddünen und bunte Strandbars.
Und manchmal landet man dann mitten im Geschehen – so wie wir in Kuźnica, einem kleinen Küstenort entlang der Nehrung.
Wir verbrachten eine Nacht auf einem Parkplatz für Kite-Surfer, eingequetscht zwischen Zugschienen und Autostraße.
Ruhig war anders – aber zum Glück standen wir flankiert von einem Niederländer und einem Tschechen, was irgendwie beruhigend war.
Die Stimmung war entspannt, das Meer nur ein paar Schritte entfernt – und der Parkplatz, tja, eben Teil des Abenteuers.
Und hier noch ein kurzer Überblick mit Hilfe unserer Drohne Da sieht man ganz gut, wie schmal das ist und wie klein der Platz ist.

